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NEWSLETTER - WULONGSHAN FARM - 11/2019

Allgemeine Entwicklung

Die diesjährige Inspektion hat einige Änderungen für Wulongshan ergeben. Aufgrund von etlichen Missverständnissen zwischen Produzent und Kontrollstelle, wurde die Vermarktung der diesjährigen Ernte einiger Flächen als Bio-Ware untersagt, eine der Flächen wurde sogar in die Umstellzeit zurückgestuft. Den aktuellen Entwicklungsstand haben wir auf unserer Seite Wulongshan Entwicklung dokumentiert.

Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

Die Kontrollstelle CERES hat auf Initiative von Fairbiotea im Hinblick auf die neue EU-Bio-Verordnung 2018/848 hin ihre Prozesse überprüft und angepasst. Es fanden z.B. neue Methoden der Vermessung der Flächen mithilfe von Google Maps Anwendung. Außerdem wurde eine Testernte samt Vorverarbeitung durch mehrere Inspektoren begleitet, um zu verlässlichen Ertragszahlen zu kommen. Diese neuen Verfahren bedürfen aber weiterer Verbesserungen, zum jetzigen Zeitpunkt sind sie auch noch nicht voll funktionstüchtig. Hier ist zukünftig die Drittlandkontrollstelle gefordert, zuverlässige Verfahren zu entwickeln.

Rückverfolgbarkeit wird in Zukunft eine sehr wichtige Rolle spielen. Die oben beschriebenen Maßnahmen zielen auf eine sichere Feststellung der Ertragsmengen der einzelnen Flächen ab. Einen ganz anderen Weg, nämlich den Herkunftsnachweis mittels Isotopen- und Elementanalyse, geht ein einzigartiges Forschungsprojekt, welches von Fairbiotea unterstützt wird. Hintergrund dieses Projektes ist die Tatsache, dass die in Boden und Gestein enthaltenen Isotope und Elemente messbare Signaturen im pflanzlichen Material hinterlassen. Vergleicht man diese Signaturen mit Vergleichsdaten aus Boden- bzw. Gesteinsproben, kann mit ziemlicher Genauigkeit gesagt werden, ob eine Pflanze dort gewachsen ist oder nicht. Dies trifft auch auf getrocknete Teeblätter zu.

2018 hat Fairbiotea eine Wissenschaftlerin zu drei unserer Farmen begleitet, um dort erste Muster von Boden, Gestein und Teeblättern zu ziehen. Auch in Wulongshan erfolgte eine solche Beprobung auf mehreren Flächen. Das Projekt wartet nun auf die Bereitstellung von öffentlichen Forschungsgeldern.

Kompostproduktion

Eine sehr erfreuliche Nachricht aus Wulongshan ist der Aufbau eines ersten Komposthaufens im Juni 2019. Die zur Verfügung stehenden Flächen in Wulongshan reichen aber nicht aus, um genügend Biomasse für die Kompostherstellung zu ernten. Zudem befinden sich zurzeit nur wenige Tiere in der Teeplantage. Daher musste für den ersten Kompost noch Biomasse und Dung von außerhalb zugekauft werden. Zum Anlegen und Wenden des Haufens verwendet Wulongshan einen geliehenen Frontlader.

Kostenintensive Spezialmaschinen fehlen noch, genauso wie eine geeignete Plane zum Abdecken des Komposts, um ihn vor Regen und zu viel Nässe zu schützen. Dazu hat man erst mal eine Art Strohdach auf einem Gestell über dem Haufen errichtet.