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NEWSLETTER - BERICHT AUS DEN FAIRBIOTEA-PROJEKTEN - 12/2020

Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

Aufgrund der umfangreichen Beschränkungen, welche die Covid-19 Pandemie mit sich brachte, und um die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln nicht zu unterbrechen, hat der Europäische Rat dem Vorschlag zugestimmt, dass die Einführung der neuen EU Bio-Verordnung (Verordnung (EU) 2018/848), auf die schon viele Jahre hingearbeitet wurde, auf den 1.1.2022 verschoben wird.

Bio-Audits konnten 2020 zwar von den chinesischen Partnern der Drittland-Kontrollstellen wie gewohnt durchgeführt werden, allerdings konnten die Kontrollstellen aufgrund der Reisebeschränkungen keine Qualitätsmanager zur Überprüfung der Audits und der Inspekteure oder für unangekündigte Kontrollbesuche nach China schicken. Lieferantenaudits der Abnehmer/Importeure konnten dieses Jahr ebenfalls nicht stattfinden. Somit war die Kontrolle bestenfalls sehr oberflächlich. Für einige Teeproduzenten mögen derart eingeschränkte Kontrollen wie ein Freibrief erschienen sein, Regelverstöße zu begehen. Die Kontrolle des ökologischen Anbaus in China ist unserer Auffassung nach sowieso schon unzureichend. Viele günstige Biotees, die 2020 von chinesischen Exporteuren auf dem Markt angeboten wurden, haben damit eine noch zweifelhaftere Herkunft als bisher.

Covid-19 und die Auswirkungen auf unsere Projekte

Die Covid-19-Pandemie hält derzeit die gesamte Welt in Atem. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft werden noch viele Jahre zu spüren sein. Welche Auswirkungen hat die Pandemie, die vermutlich in China ihren Ausgang nahm, auf unsere Fairbiotea-Projekte?

Die Pandemie begann Ende 2019 wahrscheinlich in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei in der Mitte Chinas und breitete sich von dort im Verlauf des Januars 2020 in weitere Regionen Chinas aus. Mit Beginn der Ferien zum chinesischen Neujahrsfest Ende Januar wurde Wuhan abgeriegelt und dem gesamten Land ein Lockdown verordnet. Betriebe mussten schließen, Schulen wurden geschlossen, dass öffentliche Leben kam zum Stillstand. Kontaktbeschränkung und -verfolgung, Desinfektion und Masketragen waren wichtigste Bestandteile der Bekämpfung des Virus. Aufgrund der sehr strikten Maßnahmen konnte die Situation in vielen Teilen Chinas Anfang März unter Kontrolle gebracht werden und Betriebe fingen wieder an zu arbeiten. Wuhan brauchte noch etwas länger, erst am 10. April wurde Wuhan wieder geöffnet. Seitdem gab es immer wieder mal kleinere, regionale Ausbrüche, die aber durch strikte Maßnahmen, wie lokale Lockdowns, umfangreiche Testungen sowie die Nutzung von Überwachungsapps, unter Kontrolle gehalten werden konnten.

Aufgrund der eingeschränkten Reisemöglichkeiten konnten wir uns kein eigenes Bild von der Lage machen. Daher beruht die nun folgende Beschreibung der Situation in den Farmen auf den Berichten unserer Fairbiotea-Partner in China. In den Regionen unserer Projekte sei es ab Anfang März wieder möglich gewesen zu arbeiten, berichten unsere Partner. Trotzdem gab es auf manchen anderen Farmen Arbeitskräftemangel, vor allem bei Farmen, die auf auswärtige Saisonkräfte angewiesen sind. Das Herumreisen im Land war nämlich noch streng reglementiert. Hiervon hauptsächlich betroffen war die frühe Frühlingsernte, die zum größten Teil in China selbst verkauft wird. Etwas später im April, zu der Zeit, wenn die größeren Mengen der Frühlingsernte eingebracht werden, hatte sich die Lage schon wieder entspannt. Die weiteren Ernten 2020 konnten im Grunde ohne Beeinträchtigungen eingebracht werden.

Viele Landbewohner arbeiten normalerweise als Wanderarbeiter in den großen Städten. Als dies durch den Lockdown nicht mehr möglich war, blieben sie einfach zuhause auf dem Land, wohin sie der Tradition folgend zum Neujahrsfest zurückgekehrt waren, und arbeiteten wieder in der Landwirtschaft, was den Arbeitskräftemangel ein wenig auffing. Diese Arbeiter forderten aber eine höhere Bezahlung, da sie zum einen aus den Städten höhere Löhne gewohnt waren, zum anderen, weil es eine höhere Nachfrage nach Arbeitskräften gab als vorhanden waren. Dies führte zur Erhöhung der allgemeinen Arbeitskosten in den Farmen. Trotz allem konnten die Landbewohner, die normalerweise als Wanderarbeiter tätig gewesen wären, zumeist nicht so viel verdienen, wie wenn sie in den Städten gearbeitet hätten.

Die weltweiten Lockdowns sowie der Lockdown in China selbst, die Schließung der Fabriken und der Geschäfte, haben sich auf die Wirtschaft ausgewirkt. Viele Chinesen haben nicht mehr so viel Geld im Portemonnaie wie zuvor. Dies hatte Auswirkungen auf den Teekonsum. Besonders der Verkauf von teuren, hochwertigen Frühlingstees, die sehr gerne in China getrunken werden, ging zurück, sowohl durch die sinkende Kaufkraft als auch durch die geringere Erntemenge. Dieser Rückgang schlägt sich aber im Endeffekt auch auf den Export nieder, denn die Teefabriken versuchen die höheren Lohnkosten und die entgangenen Einnahmen aus der Frühlingsernte durch höhere Exportpreise auszugleichen.

Da aber auch der Konsum in Amerika und Europa unter den Folgen der Lockdowns gelitten hat, ist es für die Exporteure schwer, am Markt höhere Preise zu erzielen. Absatzrisiken und Ungewissheit prägten den Einkauf der Importeure 2020. Die Unterstützung unserer Partner in dieser Krise ist uns daher ein wichtiges Anliegen.

Eine weitere Entwicklung aufgrund des Coronavirus ist der Einbruch des Welthandels. Zuerst standen die Fabriken in China still, so dass es keinen Warennachschub für den Export gab. Dann schlugen sich die Lockdowns im Rest der Welt auf den Import dieser Länder nieder. Es wurden weniger Waren geordert, weshalb die Reedereien ihre Containerschifflinien von China nach Europa ausdünnen mussten. Im Herbst zog dann der Export aus China wieder kräftig an. Im September wurden 9,9% mehr Waren aus China exportiert als im Vorjahresmonat, im November waren es dann sogar 21,1% mehr. Insgesamt hat China damit die Einbußen aus dem Frühjahr schon fast wieder eingeholt. Da aber dieses Jahr viel mehr Waren aus China exportiert als importiert wurden, mangelt es dramatisch an leeren Containern. Die Frachtkosten zogen aufgrund der oben genannten Gründe im Herbst drastisch an. Sie waren z.T. mehr als doppelt so hoch wie noch ein paar Monate zuvor. Ob es gelingen wird, die Mehrkosten für den Transport an den Handel weiterzutragen, wird sich angesichts der oben erwähnten Unsicherheiten im Absatz erst im Nachgang entscheiden.

Alles in allem war 2020 also kein gutes Jahr für die Teefarmen, Teefabriken und deren Angestellte.

Die chinesische Regierung hat 2020, genauso wie andere Regierungen auch, Maßnahmen ergriffen, von der Krise betroffene Betriebe, vor allem kleine und mittlere, zu unterstützen. Als Beispiel hierfür ist u.a. zu nennen, dass die einzelnen Provinzregierungen kleine und mittlere Unternehmen von der Zahlung des Arbeitgeberanteils zur Rentenversicherung ganz, große Unternehmen zu 50% entlasten konnten. Außerdem konnten die Zahlungen in den Wohnungsfonds aufgeschoben werden, einer Art obligatorischen Bausparanlage zur Förderung von Wohneigentum, die halb vom Arbeitgeber und halb vom Arbeitnehmer gezahlt wird. Beide Maßnahmen wurden von den Exporteuren unserer Projekte in Anspruch genommen. Darüber hinaus gab es noch weitere Maßnahmen, die hier nicht alle im Einzelnen aufgeführt werden können.

QINGSHAN

Allgemeine Entwicklung

Dieses Jahr gab es leider keine Möglichkeit für unsere Mitarbeiter die Qingshan-Farm zu besuchen. Die strikten Reisebeschränkungen in China, speziell für Ausländer, haben dies unmöglich gemacht. Trotzdem gab es auch dieses Jahr wieder eine Fairbiotea-Kontrolle durch die Bio-Kontrollstelle CERES, die die Erfüllung der Fairbiotea-Anforderungen seitens Qingshans bestätigte.

Die dreijährige Anschubfinanzierung zum Aufbau der Rinderzucht auf der Farm ist inzwischen ausgelaufen. Die Herde besteht derzeit aus 11 Tieren und steht somit auf stabilen, eigenen Beinen. Leider sind 2 Kühe dieses Jahr gestorben, ansonsten bestünde die Herde schon aus 13 Tieren. Auch die Unterstützung der Kompostmanager durch Fairbiotea ist ausgelaufen. Die Kompostproduktion hat sich eingespielt und läuft in gewohnter Weise weiter.

Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

Die sowieso schon nicht große Fläche der Qingshan-Farm hat sich durch den Wegfall einzelner Gebiete, die anderweitig genutzt werden mussten, verkleinert. Wie schon berichtet, hat die Drittland-Kontrollstelle 2019 damit angefangen, Google-Maps zur Vermessung der eigentlichen Anbauflächen von Teefarmen zu nutzen. 2020 ist nun auch Qingshan derart neu vermessen worden. Viele Teefarmen rechnen nur mit den Flächenangaben aus den Pachtverträgen und haben keine Möglichkeit, die tatsächlich mit Teebüschen bepflanzte Anbaufläche selbst zu vermessen. Bei der Neuvermessung mit Google kommen dann, wie zu erwarten, kleinere Anbauflächen heraus. Bei Qingshan wurden 40 Hektar reine Anbaufläche gemessen und im neuen Bio-Zertifikat 2020 zertifiziert, 2019 waren es noch 54 Hektar. Leider gibt es keine Möglichkeiten, die Fläche der Qingshan-Farm zu vergrößern.

Fairbiotea hat daher zusammen mit dem Exporteur nach einer weiteren Farm Ausschau gehalten, um dort den Entwicklungsprozess zu mehr Nachhaltigkeit in Gang zu setzen, zu unterstützen und die Farm ebenfalls in Fairbiotea aufzunehmen. Wir haben dafür eine Farm in der Provinz Guizhou ausgewählt. Dort wurde dieses Jahr inzwischen eine Fairbiotea-Kontrolle durch die Bio-Kontrollstelle durchgeführt. Die Resultate sind sehr positiv, trotzdem möchte Fairbiotea die Farm nach Möglichkeit persönlich in Augenschein nehmen, bevor sie als neuer Partner aufgenommen wird. Da dies 2020 aufgrund von Corona nicht möglich war, hat Fairbiotea die Entscheidung über die Aufnahme dieser Farm auf das kommende Jahr 2021 vertagt. Trotzdem wurde auch schon 2019 und 2020 einiges an Tee aus dieser Farm gekauft. Über die weiteren Entwicklungen werden wir in unserem „Aktuell“-Newsletter berichten.

Modernisierung

Wie bereits im Newsletter 2019 berichtet, musste das Management von Chenzhou Jietan erkennen, dass der Ausbau der modernen Endverarbeitungsfabrik in Yuanling zu groß angelegt war und die Gesamt-Exporte hinter den Erwartungen zurückblieben. Zwei der Fabrikhallen wurden bereits 2019 von der Kreisregierung übernommen, 2020 wurde dann auch die letzte Halle der Fabrik endgültig aufgebeben.

Da Fairbiotea plant, eine weitere Farm desselben Exporteurs in das Projekt aufzunehmen, lag es nahe, die Tees der beiden Farmen in der gleichen Fabrik verarbeiten zu lassen. Dies ist auch im Hinblick auf die Lieferung gleichwertiger Teequalitäten besser. Ab 2020 werden daher die Tees beider Farmen in einer Endverarbeitungsfabrik in Guzhang weiterverarbeitet. Diese Fabrik ist bereits seit 2005 ununterbrochen Bio zertifiziert.

Kompostproduktion

Die Kompostproduktion hat sich in Qingshan fest etabliert. Zuletzt wurde im Oktober 2020 ein neuer Komposthaufen angelegt. Der Kompost aus den vorherigen Produktionen wurde im November als Dünger auf die Teefelder ausgebracht. In die steilen Teefelder muss er zumeist mühsam auf dem Rücken getragen werden. Insgesamt produziert Qingshan ca. 50 Tonnen Kompost pro Jahr.

WULONGSHAN

Allgemeine Entwicklung

Dieses Jahr gab es leider keine Möglichkeit für unsere Mitarbeiter, die Farm zu besuchen. Die strikten Reisebeschränkungen in China speziell für Ausländer haben dies unmöglich gemacht. Trotzdem gab es dieses Jahr neben dem üblichen EU-Bio-Audit auch wieder eine Fairbiotea-Kontrolle durch die Bio-Kontrollstelle CERES, die die Erfüllung der Fairbiotea-Anforderungen seitens Wulongshans bestätigte.

Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

Die Ereignisse rund um die Zertifizierung im Jahr 2019 hatten Wulongshan gehörig durcheinandergeworfen und weitreichende Folgen. Daher möchten wir mit einer Rückschau beginnen. Bei der Bio-Inspektion 2019 wurde der Verstoß eines Angestellten Wulongshans gegen die EU Bio-Verordnung festgestellt, ob mit Absicht oder aus Unwissenheit, ließ sich nicht endgültig klären. Die betroffene Fläche wurde entsprechend ins erste Jahr der Umstellung zurückgestuft. Fairbiotea hat keinen Tee von dieser Fläche bezogen. Aufgrund dieses Verstoßes wurde die Integrität anderer Flächen ebenfalls angezweifelt, es wurde untersagt, die 2019er Ernte einiger der Flächen als Bio-Ware zu vermarkten. Hintergrund dessen war, dass die Kontrollstelle die relativ hohen Ertragsangaben für diese Flächen seitens Wulongshan anzweifelte.

Zwischen Farmen und Kontrollstellen gibt es immer wieder Unstimmigkeiten über die zu erzielenden Hektarerträge. Die Kontrollstellen, welche die EU Bio-Zertifizierung in China durchführen, haben grundsätzlich keine sichere Methode, um die Ertragsmenge auf einer bestimmten Fläche, die auch noch saisonalen und witterungsbedingen Schwankungen unterliegt,  sicher zu bestimmen, weil keine Forschung dazu betrieben wird und auch keine brauchbaren statistischen Daten verfügbar sind. Wird die Ertragsmenge von der Kontrollstelle zu hoch angesetzt, eröffnet es den Produzenten Raum, mehr Bio-Ware zu vermarkten, als auf ihrer zertifizierten Fläche hergestellt werden kann. Es gibt Unternehmen, die dann zusätzliche Mengen aus nicht zertifizierten Quellen dazukaufen. Damit sparen sich Produzenten die Kosten der Zertifizierung und entgehen den Kontrollen, denn viele im biologischen Anbau verbotenen Praktiken lassen sich im Endprodukt, das evtl. auch noch vermischt wurde, nicht mehr nachweisen. In China gibt es systematischen Bio-Betrug mit zu hoch zertifizierten Erträgen. Fairbiotea hat die Kontrollstellen auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Setzt die Kontrollstelle hingegen die Ertragszahlen zu niedrig an, um Betrug mit Ware aus nicht zertifizierten Quellen auszuschließen, fühlen sich die Farmen unfair behandelt und es kommt zu Auseinandersetzungen. Manche Farmen wechseln daraufhin einfach die Kontrollstelle. Bisher war es nicht möglich, eine objektive Menge für einen durchschnittlichen Hektarertrag einer Teefarm in China zu bestimmen und damit zu klären, wer hier Recht hat.

Dies liegt auch daran, dass es vielerorts bisher keine Dokumentation über die Menge der geernteten frischen Teeblätter gibt. Diesen zusätzlichen Arbeitsschritt der genauen Mengendokumentation hielt man auch bei Wulongshan nicht für nötig, da die gesamte Menge von den eigenen Feldern stammt und von angestellten Arbeitern geerntet wird.

Tatsächliche Rückverfolgbarkeit existiert ebenfalls nicht, die faktische Herkunft einer Teemenge kann nicht festgestellt werden, weil eine objektive Methode dafür fehlt. Nach entsprechender Forschung gäbe es durchaus die Möglichkeit mit Element- und Isotopenanalysen die geographische Herkunft eines Produktes mit ziemlicher Genauigkeit festzustellen. Leider fühlt sich das EU Kontrollsystem in allen Bereichen nicht zuständig, solche Sicherungsmaßnahmen zu verankern und die nötigen Prozesse einzuleiten. Umso mehr müssen der Handel und private Organisationen wie Fairbiotea Verantwortung übernehmen, um Defizite des Kontrollsystems aufzudecken und soweit wie möglich auszugleichen. Das Forschungsprojekt zur Herkunftsbestimmung mittels Element- und Isotopenanalyse, welches Fairbiotea angestoßen hat, wartet derzeit auf die Finanzierung mit Forschungsgeldern. Weitere Informationen darüber finden Sie in unserem Newsletter aus dem Jahr 2019 im Archiv weiter unten.

Wulongshan blieben daher 2019 nur die Einkünfte aus 60 Tonnen Bio-Exportware. Für den Rest der Ernte wurde von der Kontrollstelle der Bio-Status aberkannt, und der Tee musste als konventionelle Ware verkauft werden.

Weitere Investitionen in die Sicherheit und Nachhaltigkeit wurden so erstmal erschwert. Dass sich die bisherigen Investitionen in die Modernisierung der Fabriken gelohnt haben, zeigen die sehr guten Laborergebnisse der 2020er Ernte.

Die Mindestanforderungen von Fairbiotea bezüglich der Produktsicherheit gehen über das Biorecht hinaus. So entsprach die Ausstattung der Vorverarbeitungsfabriken von zwei neuen Flächen, die 2019 ihre Umstellungszeit beendet hätten, nicht unseren Ansprüchen. Die Bedingungen dort können den Tee nicht vor der Kontamination mit Umweltgiften schützen, vor allem durch den umfassenden Gebrauch von Kohle als Brennmaterial in den verschiedenen Maschinen. Diese Flächen waren von Wulongshan als Erweiterung der Farm geplant, allerdings ohne direkte Absprache mit Fairbiotea. Die Flächen sind aber von den moderneren Fabriken wie z.B. in Guanqiao zu weit entfernt, als dass die Teeblätter dort verarbeitet werden könnten.

Diese beiden Flächen konnten aus oben genanntem Grund 2019 nicht in Fairbiotea aufgenommen werden. Wulongshan war darüber hinaus vorher nicht bekannt, dass für diese beiden Farmen aufgrund einer gesetzlichen Vorgabe eine separate, eigene Zertifizierung nötig gewesen wäre, da sie in einem anderen Verwaltungsbezirk als Wulongshan liegen. Die Zertifizierungskosten wären dadurch um ein Wesentliches höher gewesen als wenn sie im gleichen Bezirk gelegen hätten, da die Grundgebühr für die Zertifizierung eines Betriebes doppelt angefallen wäre.

Der Ausfall der Exporteinnahmen aufgrund der Einschränkungen durch die Kontrollstelle, zusammen mit den höheren Zertifizierungskosten, hätten Wulongshan leider in eine finanzielle Schieflage gebracht. Wulongshan sah sich dazu gezwungen, beide Flächen aufzugeben und nicht mehr zertifizieren zu lassen.

Eine andere Entwicklung, die die Geschehnisse 2019 ausgelöst haben, ist, dass die Endverarbeitungsfabrik von Wulongshan Verarbeitungs- und Verpackungsaufträge von umliegenden konventionellen Farmen annehmen musste. Mit den kleinen verbleibenden Mengen war der Betrieb der Fabrik nicht mehr wirtschaftlich. Um eine höhere Auslastung zu erhalten und die festangestellten Arbeiter das ganze Jahr beschäftigen zu können, wurden zusätzliche Aufträge angenommen.

Vor allem die erste Frühjahrsernte, welche hauptsächlich in China vermarktet wird, wurde in der Endverarbeitungsfabrik von Wulongshan verarbeitet, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Exportware gibt. Dies ist bei entsprechender Trennung und Dokumentation vollkommen legitim. Da Fairbiotea jedoch aus Gründen der Bio-Sicherheit – Labore können heute kleinste Mengen an Kontaminationen in der Bioware feststellen - eine strikte Trennung der Verarbeitung von konventioneller Ware und Bioware als erweiterte Anforderung des Entwicklungsplanes vorsieht, gehen die Planungen bei Wulongshan dahin, die Verarbeitung konventioneller Ware räumlich komplett von der Bioproduktion zu trennen.

Für kleine Unternehmen ist es sehr schwer in Sicherheit, Nachhaltigkeit und modernes Equipment zu investieren, da sich solche Investitionen erst ab einer gewissen Produktionsmenge amortisieren. Die Marge am Verkauf des Biotees ist zu gering, um das schon mit kleinen Mengen zu erreichen. Deswegen gibt Fairbiotea Abnahmegarantien, um eine Planungssicherheit zu gewährleisten, auf dessen Grundlage solche Investitionen möglich sind.

Nach der intensiven Kontrolle 2019 verlief die Kontrolle 2020 ohne Auffälligkeiten. Derzeit sind 38,67 Hektar Anbaufläche mit einer Produktionsmenge von 125 Tonnen getrocknetem Tee zertifiziert. Den aktuellen Entwicklungsstand haben wir auf unserer Seite Wulongshan – Entwicklung dokumentiert.

Kompostproduktion

2020 wurde aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 kein Kompost produziert. Es war lange Zeit nicht möglich, Transporte der benötigten Zutaten wie Dung etc. durchführen zu lassen. Daher hat Wulongshan die Kompostproduktion für dieses Jahr aufgegeben, plant aber im kommenden Jahr 2021 damit weiterzumachen.

SHANGBA

Allgemeine Entwicklung

Dieses Jahr gab es leider keine Möglichkeit für unsere Mitarbeiter die Shangba-Farm zu besuchen. Die strikten Reisebeschränkungen in China, speziell für Ausländer, haben dies unmöglich gemacht.

Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

2019 hatte die Muttergesellschaft, die die Shangba Teefarm betreibt, aus Kostengründen ohne Rücksprache mit Fairbiotea und gegen die Vereinbarungen einen Zweijahres-Vertrag mit einer australischen Kontrollstelle abgeschlossen. Daher erfolgte auch 2020 die Zertifizierung noch von dieser Kontrollstelle. Trotzdem gab es auch dieses Jahr wieder eine Fairbiotea-Kontrolle durch die Bio-Kontrollstelle CERES, die die Erfüllung der Fairbiotea-Anforderungen seitens der Shangba Teefarm bestätigte. Da die Shangba Teefarm für die Fairbiotea-Kontrollen weiterhin mit CERES zusammengearbeitet hat und sich auch bereit erklärte, 2021 wieder zu CERES als Kontrollstelle zurückzukehren, hat Fairbiotea den zwischenzeitlichen Wechsel aus Kulanz akzeptiert.

Kompostproduktion

Die Teeabfälle der Endverarbeitungsfabrik, wie z.B. Stängel, werden kompostiert und so wieder in die Teefelder ausgebracht. Eine eigentliche Kompostproduktion mit Kuhdung findet aber noch nicht statt, da es an einer Quelle für den Dung mangelt, außerdem ist das Know-how für eine großangelegte Kompostproduktion noch nicht vorhanden und müsste durch eine professionelle Beratung zugekauft werden. Solch eine Beratung ist aber schwer zu bekommen in China. Fairbiotea ist schon seit mehreren Jahren erfolglos auf der Suche nach einem geeigneten Kompostberater in China.

DONGZHAI

Allgemeine Entwicklung

Seit Jahren leistet die Dongzhai-Farm sehr gute Arbeit und liefert hervorragende Tees. Dieses Jahr gab es erstmals auch eine größere Bestellung von individuell nach Kundenwunsch designten, gepressten Teekuchen. Nicht nur Pu Erh Tee lässt sich so pressen, auch weißer oder schwarzer Tee eignet sich hervorragend für diese Art der Verarbeitung. Im neuen Showroom der Betreiberfirma Puer Zuxiang kann man diese und andere Tees verkosten und begutachten.

Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

Zwei der führenden Organisationen zur Nachhaltigkeitszertifizierung, UTZ und Rainforest Alliance, haben sich zusammengeschlossen und werden in Zukunft nach einem neuen, gemeinsamen globalen Standard unter dem Namen Rainforest Alliance zertifizieren. Im Vorfeld dazu haben sie sich gegenseitig anerkannt. Dongzhai hat sich daher entschlossen, bereits 2020 nur eine der beiden Zertifizierungen durchführen zu lassen, nämlich Rainforest Alliance.

Kompostproduktion

Die Kompostproduktion ist in den letzten Jahren noch ausgeweitet worden. Puer Zuxiang besitzt eine eigene Kompost-Produktionsfirma, die eine Kapazität von über 5000 Tonnen pro Jahr besitzt. Derzeit wird nur ca. die Hälfte davon produziert. Neben dem Dung von Ziegen wird u.a. Ölsaatkuchen und das Fruchtfleisch von Kaffeekirschen zu Kompost verarbeitet. Es wird fortlaufend produziert, im Durchschnitt zwei neue Haufen pro Monat. Ausgebracht auf den Teefeldern wird der Kompost zweimal im Jahr, einmal im Mai, Juni, das andere Mal im November, Dezember. Dabei werden ca. 15 Tonnen pro Hektar verwendet.

 

Archiv

  • November 2019

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    Rückverfolgbarkeit wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Einen ganz besonderen Weg, nämlich den Herkunftsnachweis mittels Isotopen- und Elementanalyse, geht ein einzigartiges Forschungsprojekt, welches von Fairbiotea unterstützt wird. Hintergrund dieses Projekts ist die Tatsache, dass die in Boden und Gestein enthaltenen Isotope und Elemente messbare Signaturen im pflanzlichen Material hinterlassen. Vergleicht man diese Signaturen mit Vergleichsdaten aus Boden- bzw. Gesteinsproben, kann mit ziemlicher Genauigkeit gesagt werden, ob eine Pflanze an dem Ort gewachsen ist oder nicht. Dies trifft auch auf getrocknete Teeblätter zu.

    2018 hat Fairbiotea eine Wissenschaftlerin zu drei ihrer Farmen begleitet und dort erste Muster von Boden, Gestein und Teeblättern gezogen. Das Projekt wartet nun auf die Bereitstellung von öffentlichen Forschungsgeldern.

    Minimierung von gesundheitsgefährdenden Substanzen

    Mit den zusätzlichen Anforderungen, welche aus der neuen Bio-Verordnung 2018/848 hervorgehen, hat sich Fairbiotea ausgiebiger mit der Produktion von Jasmintee auseinandergesetzt und die Betriebe besucht, die für unsere Fairbiotea-Partner Dongzhai, Qingshan und Shangba das Aromatisieren mit frischen Jasminblüten durchführen. Da frische Jasminblüten nicht über längere Strecken transportiert werden können, ist es notwendig, dass sich die Verarbeitungsfabrik direkt im Jasminblüten-Anbaugebiet befindet. Und da sich nur ganz frische Blüten zum Aromatisieren eignen, muss der Tee also zum Ort des Jasminanbaus transportiert werden. Alle oben genannten Betriebe befinden sich im größten Jasminanbaugebiet Chinas im Kreis Heng in der Provinz Guangxi.

    Der kontrolliert biologische Anbau von Jasminblüten ist äußerst schwierig und risikoreich, und würde zu sehr hohen Preisen für Jasmintee führen. Laut Bio-Recht ist der Einsatz von konventionellen Zutaten unter ganz bestimmten Voraussetzungen erlaubt, und so werden auch für die Herstellung von Bio-Jasmintee zumeist konventionell angebaute Blüten verwendet. Alle besuchten Verarbeitungsbetriebe sind selbstverständlich Bio-zertifiziert, denn obwohl der Anbau der Jasminblüten konventionell erfolgt, müssen die Prozesse der Verarbeitung von Biotee und die Anlagen dafür natürlich von einer Kontrollstelle überprüft und zertifiziert werden.

    Die Verarbeitungsbetriebe müssen sehr genau darauf achten, dass der Tee nicht durch die Blüten mit Pestiziden kontaminiert wird. Für die meisten Kunden sind nämlich Rückstandswerte von essentieller Bedeutung, auch wenn das Produkt rechtlich gesehen einwandfrei als Bio bezeichnet werden könnte. Für Bioprodukte gibt es nämlich keine eigenen gesetzlichen Rückstandshöchstwerte, es gelten die gleichen Werte wie für konventionelle Produkte, solange der durch die EU Bio-Verordnung vorgeschriebene Anbau- und Verarbeitungsprozess eingehalten wurde. Noch wichtiger werden Minimierungsmaßnahmen mit Einführung der neuen Bio-Verordnung 2021, die für jeden Rückstandsfund eine Untersuchung anordnet, ob eine nach Bio-Recht unzulässige Anwendung des Pestizids stattgefunden hat. Daher wird alles versucht, um Rückstände im Jasmintee zu vermeiden oder zu minimieren.

    Hierzu haben die oben genannten Betriebe z.B. langfristige Verträge mit den Farmen, die die Blüten liefern. Der Pestizideinsatz erfolgt nur nach den genauen Vorgaben des Verarbeitungsbetriebs, um die Pestizidbelastung so gering wie möglich zu halten. Auch der Prozess der Aromatisierung unterscheidet sich von konventionellem Tee. Bei Biotee werden Blüten und Tee durch eine dünne Stoffschicht, eine Art Gaze, voneinander getrennt, so dass sie nicht miteinander in Berührung kommen. Zum genauen Herstellungsprozess von Jasmintee lesen sie mehr auf unserer Seite Teeherstellung.

    QINGSHAN

    Allgemeine Entwicklung

    Auch 2018 sind die Löhne für die Kompost-Manager und die Rinderzucht von Fairbiotea wieder überwiesen worden. Die Rinderherde umfasst inzwischen 11 Tiere, von denen 2 Bullen sind. Es wird ausreichend Dung für die Kompostproduktion produziert.

    Da die zur Verfügung stehende Fläche in Qingshan begrenzt ist, prüft Fairbiotea derzeit zusammen mit dem Produzenten, ob eine Flächenerweiterung ggf. durch Umstellung anderer Flächen möglich ist.

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    2018 hat Fairbiotea, wie oben schon berichtet, eine Wissenschaftlerin zu drei unserer Farmen begleitet, um dort erste Muster von Boden, Gestein und Teeblättern zu ziehen. Auch in Qingshan erfolgte eine solche Beprobung auf mehreren Flächen.

    Modernisierung

    2019 musste das Management von Chenzhou Jietan erkennen, dass der Ausbau der modernen Endverarbeitungsfabrik in Yuanling doch etwas zu groß angelegt war und die Gesamt-Exporte hinter den Erwartungen zurückblieben. Nach wie vor ist der geringe Profit aufgrund anhaltend niedriger Exportpreise ein Problem für die chinesische Teewirtschaft. Zwei der drei neuen Fabrikhallen wurden bereits komplett leergeräumt und werden an anderweitige Firmen vermietet, die letzte noch verbliebene Fabrikhalle war 2019 noch in Betrieb, aber auch diese soll verkauft werden. Die Sencha-Produktion wird aufgegeben. Ein geplanter Büroneubau findet ebenfalls nicht statt. Die Endverarbeitung der Qingshan-Tees wird zukünftig dann in einer Fabrik in der Nähe der Stadt Changsha erfolgen.

    WULONGSHAN

    Allgemeine Entwicklung

    Die diesjährige Inspektion hat einige Änderungen für Wulongshan ergeben. Aufgrund von etlichen Missverständnissen zwischen Produzent und Kontrollstelle, wurde die Vermarktung der diesjährigen Ernte einiger Flächen als Bio-Ware untersagt, eine der Flächen wurde sogar in die Umstellzeit zurückgestuft. Den aktuellen Entwicklungsstand haben wir auf unserer Seite Wulongshan – Entwicklung dokumentiert.

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    Die Kontrollstelle CERES hat auf Initiative von Fairbiotea im Hinblick auf die neue EU-Bio-Verordnung 2018/848 hin ihre Prozesse überprüft und angepasst. Es fanden z.B. neue Methoden der Vermessung der Flächen mithilfe von Google Maps Anwendung. Außerdem wurde eine Testernte samt Vorverarbeitung durch mehrere Inspektoren begleitet, um zu verlässlichen Ertragszahlen zu kommen. Diese neuen Verfahren bedürfen aber weiterer Verbesserungen, zum jetzigen Zeitpunkt sind sie noch nicht voll funktionstüchtig. Hier ist zukünftig die Drittlandkontrollstelle gefordert, zuverlässige Verfahren zu entwickeln.

    2018 hat Fairbiotea, wie oben schon berichtet, eine Wissenschaftlerin zu drei unserer Farmen begleitet, um dort erste Muster von Boden, Gestein und Teeblättern zu ziehen. Auch in Wulongshan erfolgte eine solche Beprobung auf mehreren Flächen.

    Kompostproduktion

    Eine sehr erfreuliche Nachricht aus Wulongshan ist der Aufbau eines ersten Komposthaufens im Juni 2019. Die zur Verfügung stehenden Flächen in Wulongshan reichen aber nicht aus, um genügend Biomasse für die Kompostherstellung zu ernten. Zudem befinden sich zurzeit nur wenige Tiere in der Teeplantage. Daher musste für den ersten Kompost noch Biomasse und Dung von außerhalb zugekauft werden. Zum Anlegen und Wenden des Haufens verwendet Wulongshan einen geliehenen Frontlader.

    Kostenintensive Spezialmaschinen fehlen noch, genauso wie eine geeignete Plane zum Abdecken des Komposts, um ihn vor Regen und zu viel Nässe zu schützen. Dazu hat man erst mal eine Art Strohdach auf einem Gestell über dem Haufen errichtet.

    SHANGBA

    Allgemeine Entwicklung

    Entgegen der Vereinbarung mit Fairbiotea hat sich die Muttergesellschaft der Shangba Teefarm dieses Jahr dafür entschieden, ihre Kontrollstelle zu wechseln. Trotzdem wird CERES auch dieses Jahr wieder eine Fairbiotea-Inspektion der Shangba Teefarm für uns durchführen und alle Anforderungen an ein Fairbiotea-Mitglied überprüfen. Da es sich um einen vorbildlichen Betrieb handelt, welcher von einer großen Muttergesellschaft geführt wird, gehen wir davon aus, dass auch hier wieder alle Mindestanforderungen voll erfüllt werden. Auf Drängen Fairbioteas hin hat Shangba aber zugesagt, im nächsten Jahr wieder zu CERES als Zertifizierer zurückzukehren.

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    2018 hat Fairbiotea, wie oben schon berichtet, eine Wissenschaftlerin zu drei unserer Farmen begleitet, um dort erste Muster von Boden, Gestein und Teeblättern zu ziehen. Auch in Shangba erfolgte eine solche Beprobung auf mehreren Flächen.

    DONGZHAI

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    Den Marktanforderungen folgend besitzt Dongzhai nun seit 2018 auch die Nachhaltigkeitszertifizierungen nach UTZ und Rainforest Alliance.

    Modernisierung

    Die neue Teefabrik wurde 2017 fertiggestellt und Anfang 2018 mit neuen und modernen Maschinen ausgestattet.

     

  • Februar 2014
    Die negative Entwicklung im Xinanyuan-Projekt mit den Farmen Hecheng, Xinanyuan, Liukou 1, Liukou 2 und Mingzhou konnte nicht korrigiert werden. Fairbiotea distanziert sich nun dauerhaft vom Xinanyuan-Projekt. Die Teesorten ab der Ernte 2013 dürfen nicht mit dem Fairbiotea-Siegel vermarktet werden.
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  • Juli 2013
    Negative Entwicklung im Fairbiotea-Projekt Xinanyuan (die Farmen Hecheng, Xinanyuan, Liukou 1, Liukou 2 und Mingzhou) Fairbiotea distanziert sich vorübergehend oder dauerhaft vom Xinanyuan-Projekt. Die Teesorten aus der Ernte 2013 dürfen nicht unter dem Fairbiotea-Siegel vermarktet werden. Alle Teesorten aus vorheriger Produktion können weiterhin mit diesem Siegel vermarktet werden.
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  • Dezember 2012
    Probleme bei der Kontrolle des ökologischen Produktionsprozesses in den Farmen Liukou und Hecheng (Xinanyuan-Projekt). Bei den Routineuntersuchungen aller Tee-Chargen des Xinanyuan 4-Farmen-Projektes wurden seit vielen Jahren stets die BNN-Orientierungswerte eingehalten. Bei jeweils einem Tee aus der Liukou-Farm und der Hecheng-Farm wurde nun ein im ökologischen Anbau verbotenes Herbizid (Unkrautvernichtungsmittel) gemessen.
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  • August 2012
    Herstellungskosten, Exportpreise und Qualität im ökologischen Anbauprozess. Der wirtschaftliche Erfolg von z.B. China oder Indien verändert auch die traditionellen, sozialwirtschaftlichen Strukturen bei der Landbevölkerung und deren bisherige Arbeitsbedingungen und Lebensstandards.
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  • Juni 2012
    Weltweite Kostensteigerungen in der Teeproduktion und stark steigende Importpreise. Nicht nur bei Tee steigen die Herstellungskosten und verteuern sich die Vertriebswege. Alle landwirtschaftlichen Produkte sind von Kostensteigerungen betroffen. 
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  • Januar 2012
    Messbare Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Nichts gespritzt und doch belastet, so wurde ein Bericht der BNN-Nachrichten (Ausgabe September/2011 auf Seite 19) überschrieben. 
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  • Dezember 2011
    Entwicklungsprogramm natürlicher Nährstoffkreislauf - Kompostseminar, Kompostherstellung und -forschung: Im Oktober 2011 wurde im Auftrag des Fairbiotea-Importeurs ein Seminar veranstaltet. Das Seminar wurde von dem Bodenkundler Tobias Bandel geleitet. 
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  • November 2011
    Inspektion der Fairbiotea-Standards durch eine unabhängige Kontrollstelle. Unter http://www.fairbiotea.de/zertifizierung.html haben wir die Bestätigung der Biokontrollstelle IMO für alle 4 Biofarmen veröffentlicht. 
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  • September 2011
    Inspektion der Fairbiotea-Standards durch eine unabhängige Kontrollstelle. Im Sommer 2011 wurden in allen Fairbiotea-Teefarmen Kontrollen durchgeführt, bei denen neben der normalen Kontrolle nach EU-Verordnung und nach USDA NOP auch die Entwicklung der zusätzlichen ökosozialen Fairbiotea-Standards überprüft wurden. 
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