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NEWSLETTER - QINGSHAN-FARM - GESAMTÜBERSICHT AB 06/2013

  • Dezember 2020

    Allgemeine Entwicklung

    Dieses Jahr gab es leider keine Möglichkeit für unsere Mitarbeiter die Qingshan-Farm zu besuchen. Die strikten Reisebeschränkungen in China, speziell für Ausländer, haben dies unmöglich gemacht. Trotzdem gab es auch dieses Jahr wieder eine Fairbiotea-Kontrolle durch die Bio-Kontrollstelle CERES, die die Erfüllung der Fairbiotea-Anforderungen seitens Qingshans bestätigte.

    Die dreijährige Anschubfinanzierung zum Aufbau der Rinderzucht auf der Farm ist inzwischen ausgelaufen. Die Herde besteht derzeit aus 11 Tieren und steht somit auf stabilen, eigenen Beinen. Leider sind 2 Kühe dieses Jahr gestorben, ansonsten bestünde die Herde schon aus 13 Tieren. Auch die Unterstützung der Kompostmanager durch Fairbiotea ist ausgelaufen. Die Kompostproduktion hat sich eingespielt und läuft in gewohnter Weise weiter.

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    Die sowieso schon nicht große Fläche der Qingshan-Farm hat sich durch den Wegfall einzelner Gebiete, die anderweitig genutzt werden mussten, verkleinert. Wie schon berichtet, hat die Drittland-Kontrollstelle 2019 damit angefangen, Google-Maps zur Vermessung der eigentlichen Anbauflächen von Teefarmen zu nutzen. 2020 ist nun auch Qingshan derart neu vermessen worden. Viele Teefarmen rechnen nur mit den Flächenangaben aus den Pachtverträgen und haben keine Möglichkeit, die tatsächlich mit Teebüschen bepflanzte Anbaufläche selbst zu vermessen. Bei der Neuvermessung mit Google kommen dann, wie zu erwarten, kleinere Anbauflächen heraus. Bei Qingshan wurden 40 Hektar reine Anbaufläche gemessen und im neuen Bio-Zertifikat 2020 zertifiziert, 2019 waren es noch 54 Hektar. Leider gibt es keine Möglichkeiten, die Fläche der Qingshan-Farm zu vergrößern.

    Fairbiotea hat daher zusammen mit dem Exporteur nach einer weiteren Farm Ausschau gehalten, um dort den Entwicklungsprozess zu mehr Nachhaltigkeit in Gang zu setzen, zu unterstützen und die Farm ebenfalls in Fairbiotea aufzunehmen. Wir haben dafür eine Farm in der Provinz Guizhou ausgewählt. Dort wurde dieses Jahr inzwischen eine Fairbiotea-Kontrolle durch die Bio-Kontrollstelle durchgeführt. Die Resultate sind sehr positiv, trotzdem möchte Fairbiotea die Farm nach Möglichkeit persönlich in Augenschein nehmen, bevor sie als neuer Partner aufgenommen wird. Da dies 2020 aufgrund von Corona nicht möglich war, hat Fairbiotea die Entscheidung über die Aufnahme dieser Farm auf das kommende Jahr 2021 vertagt. Trotzdem wurde auch schon 2019 und 2020 einiges an Tee aus dieser Farm gekauft. Über die weiteren Entwicklungen werden wir in unserem „Aktuell“-Newsletter berichten.

    Modernisierung

    Wie bereits im Newsletter 2019 berichtet, musste das Management von Chenzhou Jietan erkennen, dass der Ausbau der modernen Endverarbeitungsfabrik in Yuanling zu groß angelegt war und die Gesamt-Exporte hinter den Erwartungen zurückblieben. Zwei der Fabrikhallen wurden bereits 2019 von der Kreisregierung übernommen, 2020 wurde dann auch die letzte Halle der Fabrik endgültig aufgebeben.

    Da Fairbiotea plant, eine weitere Farm desselben Exporteurs in das Projekt aufzunehmen, lag es nahe, die Tees der beiden Farmen in der gleichen Fabrik verarbeiten zu lassen. Dies ist auch im Hinblick auf die Lieferung gleichwertiger Teequalitäten besser. Ab 2020 werden daher die Tees beider Farmen in einer Endverarbeitungsfabrik in Guzhang weiterverarbeitet. Diese Fabrik ist bereits seit 2005 ununterbrochen Bio zertifiziert.

    Kompostproduktion

    Die Kompostproduktion hat sich in Qingshan fest etabliert. Zuletzt wurde im Oktober 2020 ein neuer Komposthaufen angelegt. Der Kompost aus den vorherigen Produktionen wurde im November als Dünger auf die Teefelder ausgebracht. In die steilen Teefelder muss er zumeist mühsam auf dem Rücken getragen werden. Insgesamt produziert Qingshan ca. 50 Tonnen Kompost pro Jahr.

 

  • November 2019
    Die Rinderherde umfasst inzwischen 11 Tiere, von denen 2 Bullen sind. Es wird ausreichend Dung für die Kompostproduktion produziert.
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    Allgemeine Entwicklung

    Auch 2018 sind die Löhne für die Kompost-Manager und die Rinderzucht von Fairbiotea wieder überwiesen worden.

    Da die zur Verfügung stehende Fläche in Qingshan begrenzt ist, prüft Fairbiotea derzeit zusammen mit dem Produzenten, ob eine Flächenerweiterung ggf. durch Umstellung anderer Flächen möglich ist.

    Zertifizierung, Sicherheit, Nachhaltigkeit

    Rückverfolgbarkeit wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Einen ganz besonderen Weg, nämlich den Herkunftsnachweis mittels Isotopen- und Elementanalyse, geht ein einzigartiges Forschungsprojekt, welches von Fairbiotea unterstützt wird. Hintergrund dieses Projektes ist die Tatsache, dass die in Boden und Gestein enthaltenen Isotope und Elemente messbare Signaturen im pflanzlichen Material hinterlassen. Vergleicht man diese Signaturen mit Vergleichsdaten aus Boden- bzw. Gesteinsproben, kann mit ziemlicher Genauigkeit gesagt werden, ob eine Pflanze an dem Ort gewachsen ist oder nicht. Dies trifft auch auf getrocknete Teeblätter zu.

    2018 hat Fairbiotea eine Wissenschaftlerin zu drei ihrer Farmen begleitet und dort erste Muster von Boden, Gestein und Teeblättern gezogen. Auch in Qingshan erfolgte eine solche Beprobung auf mehreren Flächen.

    Bei der diesjährigen Inspektion hat Fairbiotea neben der Farm auch die Verarbeitungsbetriebe für den Jasmintee von Qingshan besucht. Diese befinden sich in Chinas größtem Jasminanbaugebiet in der Provinz Guangxi. Mehr dazu können Sie in unserem Bericht über die Jasminteeproduktion und im Newsletter aus dem Jahr 2019 im Archiv unter Aktuelles lesen.

    Modernisierung

    2019 musste das Management von Chenzhou Jietan erkennen, dass der Ausbau der modernen Endverarbeitungsfabrik in Yuanling doch etwas zu groß angelegt war und die Gesamt-Exporte hinter den Erwartungen zurückblieben. Nach wie vor ist der geringe Profit aufgrund anhaltend niedriger Exportpreise ein Problem für die chinesische Teewirtschaft. Zwei der drei neuen Fabrikhallen wurden bereits komplett leergeräumt und werden an anderweitige Firmen vermietet, die letzte noch verbliebene Fabrikhalle war 2019 noch in Betrieb, aber auch diese soll verkauft werden. Die Sencha-Produktion wird aufgegeben. Ein geplanter Büroneubau findet ebenfalls nicht statt. Die Endverarbeitung der Qingshan-Tees wird zukünftig dann in einer Fabrik in der Nähe der Stadt Changsha erfolgen.

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  • September 2017
    Nach der jüngsten Inspektion im Mai 2017 kommen wir zu dem Resultat, dass alles was in der Qingshan-Farm zu beraten war, beraten wurde und alles was wir unterstützen konnten finanziert wurde.
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  • August 2016
    Auch dieses Jahr gibt es positive ökologische Entwicklungen aus der Qingshan-Farm zu vermelden. Auch in Bezug auf Modernisierung und Qualitätsmanagement können wir über größere Entwicklungsschritte in der Qingshan-Farm berichten.
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  • September 2015
    Da wir keinerlei Probleme mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Tees aus diesem Teegarten haben, können wir davon ausgehen, dass der vorgeschriebene ökologische Prozess nach EU-Verordnung umgesetzt wird.
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  • Juli 2014
    In unserem Newsletter 1/2014 haben wir über eine positive Entwicklung in der Qingshan-Farm berichtet. Diese hat sich bei der jüngsten Fairbiotea-Inspektion im Mai 2014 bestätigt.
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  • Januar 2014
    In unserem Newsletter 6/2013 berichten wir von der Inspektion, die im Sommer 2013 stattgefunden hat. Vor kurzem hat die Kontrollstelle IMO nun das Bio-Zertifikat für die Qingshan-Farm vorgelegt.
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  • Juni 2013
    Bio-Jahresinspektion auf der Qingshan-Farm. Die unabhängige Biokontrollstelle IMO Schweiz überwacht ihre Schwesterfirma IMO China. IMO China führt die durch die EU-Verordnung für den ökologischen Landbau vorgeschriebene Biokontrolle durch.
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