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BEI DER HERSTELLUNG VON NACHHALTIGEM BIOTEE ENTSTEHEN PRODUZENTEN UND IMPORTEUREN HÖHERE KOSTEN ALS BEI DER HERSTELLUNG VON KONVENTIONELLEM TEE.

Produzenten entstehen Mehrkosten für:

  • die Beratung und Entwicklung nachhaltiger ökologischer Anbausysteme
  • die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen und deren Zertifizierung
  • die Einhaltung der Vorgaben der europäischen und US-amerikanischen Bioverordnungen
  • Gebühren für Biokontrolle und Zertifizierung des Anbaus und der Verarbeitung
  • Gebühren für die Ausstellung von Bioexportdokumenten durch Biokontrollstellen
  • Nachhaltigkeitszertifizierungen wie Fairtrade, UTZ, Rainforest Alliance u.a.
  • die Einhaltung von Sozialstandards und Arbeitsrecht, Zahlung von Mindestlöhnen
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  • zusätzliches Personal für anfallende manuelle Mehrarbeit in der Biolandwirtschaft
  • Laboruntersuchungen der Tees auf Rückstände chemischer Pflanzenschutzmittel und Umweltchemikalien
  • zusätzliches Personal und höheren Verwaltungsaufwand für notwendige Biodokumentation
  • die Haltung von Rindern, Schweinen, Ziegen, Hühnern, Enten etc. zur Produktion von hochwertigem Kompost (organischem Dünger) als natürlichem Nährstofflieferanten
  • zusätzliches Personal bei der Tierhaltung und Kompostherstellung
  • die Beschaffung von Tierfutter, Bau von Ställen, Kompostmaschinen und Produktionsstätten
  • die Anpflanzung von Schattenbäumen

Zusätzlich entstehen den Produzenten Ertragseinbußen:

  • durch Verzicht auf chemische Düngemittel
  • durch Verringerung der Produktionsmenge bei Verzicht auf parallele Verarbeitung von konventionellem Tee in den Teefabriken

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Importeuren und Handelsunternehmen entstehen Mehrkosten für:

  • Gebühren für Inspektionen und verschiedene Zertifizierungsverfahren und Lizenzen, die bei Importeuren und Handel gleichermaßen anfallen
  • zusätzliches Personal und höheren Verwaltungsaufwand für notwendige Bio- und Zertifizierungsdokumentation
  • Laboruntersuchungen der Tees auf Rückstände chemischer Pflanzenschutzmittel und Umweltchemikalien
  • qualifizierte Berater (und deren Reisekosten), welche die Teeplantagen über längere Zeiträume in der nachhaltigen Entwicklung unterstützen
  • Containerinspektionen für Produktsicherheit und Herkunftskontrolle

All diese Kosten müssen auf die Bioteeproduktion aufgeschlagen und in die Produktpreise einkalkuliert werden.

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Nach bisherigen Erfahrungen ist die Herstellung von nachhaltigem Biotee, je nach Entwicklungsstand des Teegartens und der verarbeitenden Fabriken, mindestens 100 Prozent teurer, als die Herstellung von konventionellem Tee - mit steigender Tendenz. Je nach Entwicklungsstand und Vermarktungsmöglichkeit können sich die Kosten so stark erhöhen, dass die Produzenten bei wettbewerbsfähigen Exportpreisen nicht mehr kostendeckend arbeiten können. Falls ein Produzent seinen biologisch produzierten Tee nicht komplett als Biotee verkaufen kann und der Tee daher als konventionelle Ware exportiert werden muss, erzielt der Produzent lediglich einen Exportpreis, der unter den Herstellungskosten liegt.

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