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ENTWICKLUNGSPARTNERSCHAFTEN IN CHINA
UND DIE MITGLIEDSCHAFT BEI FAIRBIOTEA

Stellt ein Erzeuger den Antrag auf Entwicklungspartnerschaft, findet zunächst eine Untersuchung statt, um festzustellen, ob sich der Betrieb für eine Entwicklungspartnerschaft und die Mitgliedschaft bei Fairbiotea eignet.

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Fairbiotea prüft zunächst, welche Teesorten hergestellt werden und ob diese für den europäischen Markt geeignet sind. Es muss sichergestellt sein, dass die Tees in größeren Mengen vermarktet werden können, die dem Betrieb genügend Einnahmen verschaffen, um die zukünftigen Entwicklungskosten zu finanzieren. Oder aber der Betrieb muss über ausreichende eigene Mittel verfügen, um diese Entwicklungskosten zu decken. Zudem werden die Exportpreise ermittelt, die der Produzent auf der Basis von wettbewerbsfähigen Preisen in Europa erwarten kann.

Weiterhin prüfen wir, ob die landwirtschaftliche Fläche erweiterungsfähig ist und ggfl. weitere in Europa gefragte Teesorten hergestellt werden können, um damit die Einnahmesituation des Betriebes zu verbessern.

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Für eine Entwicklungspartnerschaft und die Aufnahme bei Fairbiotea müssen die Mindestanforderungen des Entwicklungsplanes bereits erfüllt sein.

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Mindestanforderungen

Der Produzent ist zu einer umfassenden langfristigen Kooperation, kontinuierlicher Belieferung und Transparenz bereit und damit einverstanden, sich jederzeit Kontrollen
zur Einhaltung des Entwicklungsplanes durch Fairbiotea und durch externe Kontrollstellen zu unterziehen.

Der Produzent ist jederzeit bereit, jegliche Auskünfte wahrheitsgemäß zu erteilen.

Der Betrieb verfügt über das nötige Wissen über Bioproduktion, soziales Management sowie Hygiene- und Qualitätsmanagement oder ist bereit, sich einer entsprechenden Beratung zu unterziehen.

Die landwirtschaftlichen Flächen sind mit Angabe von Hektargröße, Ertragsmenge und Lage definiert.

Die Herstellungsbetriebe (Teefabriken) sind klar definiert und entsprechen den Hygieneanforderungen des europäischen Lebensmittelrechtes oder es werden umgehend Maßnahmen eingeleitet, die dies sicherstellen.

Es existiert eine HACCP-Hygienemanagementzertifizierung oder eine Zertifizierung für das Qualitätsmanagement ISO 22000 oder der Betrieb ist bereit, eine solche Zertifizierung umgehend einzuführen. Alle Betriebsbereiche sind nach den Vorgaben der EU-Bioverordnung 834/2007 und den amerikanischen Vorgaben des National Organic Program (NOP) der USDA durch die Kontrollstelle CERES biozertifiziert oder der Produzent ist bereit, diese Zertifizierungen umgehend einzuführen.

Es besteht ein Tracert-Vertrag zwischen dem Produzenten/Exporteur, dem Importeur und der Drittlandkontrollstelle CERES bzw. deren ausführendem Partner Nanjing Yingmu Organic Products Control, oder der Produzent/Exporteur ist bereit, diesen umgehend abzuschließen. Der Tracert-Vertrag regelt die über die übliche EU-Biozertifizierung hinausgehenden Exportkontrollen und die Umsetzung von Entwicklungsmaßnahmen und sorgt für eine hohe Transparenz zwischen den Vertragspartnern.

Es besteht eine Nachhaltigkeitszertifizierung für UTZ/ Rainforest-Alliance oder der Produzent ist bereit, diese umgehend einzuführen.

Es handelt sich bei dem Produzenten um ein Unternehmen, das nach chinesischem Arbeitsrecht verpflichtet ist, allen Kurz- und Langzeitmitarbeitern in der Teelandwirtschaft und in den Teefabriken Arbeitsverträge auszustellen und den gesetzlichen Mindestlohn zu zahlen oder der Betrieb ist bereit, sich umgehend dorthin zu entwickeln.

Der Produzent legt jederzeit auf Verlangen von Fairbiotea oder der Biokontrollstelle die Arbeitsverträge offen und erfüllt die Inhalte dieser Verträge in der Praxis.

Der Produzent stellt sicher, dass alle hergestellten Teechargen in geeigneten Laboren auf chemische Rückstände untersucht und der Importeur und die Biokontrollstelle über die Ergebnisse unterrichtet werden.

Es gibt Dokumentationen, die jederzeit eine Chargenrückverfolgung bis in den landwirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.

Das verwendete Verpackungsmaterial ist frei von Kontaminationen.

Der Betrieb ist bereit und finanziell in der Lage, kurzfristig Maßnahmen zur Modernisierung der Gebäude, Maschinen und Arbeitsabläufe zu ergreifen, um Kontaminationen durch Umweltchemikalien oder Pestizide zu vermeiden bzw. zu minimieren und die Vorgaben des europäischen Lebensmittelrechts jederzeit einzuhalten.

Der Produzent garantiert, dass der Tee nur aus den angegebenen landwirtschaftlichen Betrieben stammt und in den angegebenen Teefabriken verarbeitet wird. Ferner garantiert der Betrieb, bei eventuellen Änderungen den Importeur langfristig vorab zu informieren und um Zustimmung zu bitten.

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Weitere Nachhaltigkeitsanforderungen des Fairbiotea-Entwicklungsplanes, die über die EU-Biozertifizierung hinausgehen, müssen Schritt für Schritt und Jahr für Jahr nach Ermessen des Produzenten und in Absprache mit Fairbiotea umgesetzt werden.

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Weitere Entwicklungsmaßnahmen

Eine Intensivierung der Schulungsmaßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit durch das Management oder durch externe Beratung.

Die Umstellung der gesamten landwirtschaftlichen Fläche, der Teefabriken und Lagerstätten auf Bioproduktion. Keine Parallelproduktion, bei der Bio- und konventionelle Produkte nebeneinander oder hintereinander angebaut und verarbeitet werden.

Das Pflanzen von Steinklee zur Versorgung des Bodens mit Nährstoffen und zur Unterdrückung des Unkrauts zwischen den Teepflanzen. Diese Maßnahme spart organischen Dünger und reduziert die Arbeitszeit beim manuellen Unkrautmanagement.

Das Erstellen eines Planes zur Herstellung von hochwertigem Kompost, der folgende Fragen beantwortet: Wo kann ausreichend grüne und braune Biomasse geerntet bzw. beschafft werden? Können Rinder in der Farm gezüchtet werden, die hochwertigen Stickstoff für die Kompostproduktion liefern? Wenn nein, in welchen Rinderfarmen kann Rinderdung in ausreichenden Mengen beschafft werden? Welche Maschinen werden benötigt, wie viele Kompostmanager und Kompostarbeiter werden benötigt? Wer schult und kontrolliert die Kompostmanager? Welche Investitionen sind nötig? Welche Kosteneinsparungen gibt es im Vergleich zur Verwendung von organischem Dünger? Wie groß ist der ökologische Nutzen bei der Kompostherstellung? Schrittweise Umsetzung dieses Kompostplans.

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Gemeinschaftliche Produktionsplanung zwischen Produzent und Importeur und die marktgerechte Produktdiversifizierung mit dem Ziel der optimalen gemeinsamen Vermarktung der Produktionsmenge in Europa

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Zusammenarbeit und Garantien

Fairbiotea bietet dauerhafte Abnahmegarantien mit dem Ziel, möglichst faire und kostendeckende Exportpreise für den Produzenten zu erzielen und gleichzeitig wettbewerbsfähige Preise für den europäischen Markt. Dadurch sollen die Kosten für die nachhaltige Entwicklung abgesichert werden.

Fairbiotea unterstützt und berät den Produzenten in allen Belangen dieser nachhaltigen Entwicklung.

Unter www.fairbiotea.de berichtet Fairbiotea kontinuierlich über die Entwicklung im Produktionsbetrieb und fördert so das Image des Produzenten und den Absatz seiner nachhaltig produzierten Tees.

Ein intensiver Dialog über die Inhalte der Kooperation zwischen Produzent, Fairbiotea und CERES als Biozertifizierer und gleichzeitig Fairbiotea-Kontrollstelle ist ausdrücklich gewünscht, mit dem Ziel, das Projekt für alle Beteiligten zu einem nachhaltigen ökonomischen, ökologischen und sozialen Erfolg zu führen.

Fairbiotea wird in regelmäßigen Abständen den Betrieb besuchen oder die Drittlandkontrollstelle beauftragen, ein Audit durchzuführen. Bei diesen Audits wird der Entwicklungsstand festgestellt und zukünftige Maßnahmen zur Herstellung von Nachhaltigkeit besprochen.

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