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ENTWICKLUNGSPARTNERSCHAFTEN ZWISCHEN IMPORTEUR,
ERZEUGER UND DRITTLANDKONTROLLSTELLEN.

Drei Jahrzehnte lang haben die Initiatoren von Fairbiotea praktische Erfahrungen im Import von Biotee gesammelt. Auf dieser Basis wurde ein nachhaltiges und professionelles Bio-Qualitätsmanagementsystem entwickelt.

Es konzentriert sich auf die ökologische Beratung, Entwicklung und Kontrolle, nachhaltige ökologische Anbauprozesse und eine überwachte Verarbeitung in den Bioteefabriken. Es enthält einen Entwicklungsplan mit zusätzlichen qualitätssichernden Maßnahmen und Standards, die das gesetzliche Kontrollsystem der EUÖkoverordnung positiv ergänzen.

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Fairbiotea ist eine Privatinitiative, welche gegründet wurde, um den ökologischen Teeanbau fairer, transparenter und nachhaltiger zu machen. Zusätzlich werden Handel und Verbraucher mit dem Fairbiotea-Siegel auf qualitativ hochwertige, transparente Bioteeprojekte und -produkte aufmerksam gemacht.

Gegründet wurde Fairbiotea 2007. Interkulturelle Hürden sind oft schwerer zu überwinden als erwartet. Hürden, die durch das internationale Wirtschaftssystem und den Mangel an nationalen und internationalen Arbeitsrechten verursacht werden, sind noch größer. Die Ziele, die Fairbiotea sich gesetzt hat, können nur sehr langsam umgesetzt werden. In einigen Bereichen hat Fairbiotea aber auch schlicht keine Möglichkeiten und nicht den notwendigen Handlungsspielraum. In Kulturen außerhalb Europas, insbesondere in Asien, fehlt oft nicht nur das Bewusstsein für Umweltschutz, Fairness und Wissen, sondern auch die Bereitschaft, Vorschriften einzuhalten und Verträge zu erfüllen. Darüber hinaus mangelt es nahezu immer an finanziellen Mitteln.

In diesen Strukturen ist die beratende Arbeit von Fairbiotea genauso wichtig wie ein unabhängiges, effektives Biokontrollsystem, das in der Lage ist, Verstöße gegen den ökologischen Anbau aufzudecken. Dieses aktuell vorhandene, nach europäischen Standards aufgebaute Kontrollsystem ist aber auch nach über 25 Jahren stetiger Anpassung noch nicht ausreichend, um alle Verstöße aufzudecken. Die Kontrollen sind oft nachlässig und werden von vielen Produzenten nicht ernst genommen. Nach wie vor erhalten Produzenten Biozertifikate, die weder in der Lage sind, noch es jemals sein werden, die EU-Vorschriften für den ökologischen Landbau sowie das nach europäischem Lebensmittelrecht vorgeschriebene Hygiene- und Qualitätsmanagement einzuhalten.

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Aus der praktischen Erfahrung haben sich neue Zielsetzungen für Fairbiotea ergeben. Die unverstellte Berichterstattung aus den Fairbiotea-Projekten schafft interkulturelles Verständnis auf beiden Seiten und vermittelt die realen Gegebenheiten des Bioanbaus frei von jedem Marketing.

Fairbiotea setzt sich in Europa für die Verbesserung des Biokontrollsystems in Drittländern ein und baut interkulturelle Brücken. Für die Umsetzung effektiver Kontrollstandards sind die zuständigen Behörden und die Biokontrollstellen verantwortlich. Fairbiotea versorgt Behörden, Bioverbände und Biokontrollstellen mit Informationen aus seinen Bioteeprojekten, damit das Kontrollsystem der praktischen Realität angepasst werden kann.

Im Jahr 2017 wurde das Fairbiotea-System zu einer Entwicklungszusammenarbeit mit ausgewählten Teegärten in China ausgebaut.

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"Es wird eine noch engere praktische Zusammenarbeit mit Bio-Drittlandkontrollstellen und mit Nachhaltigkeitszertifizierungsstellen angestrebt, um die Kontrolle auch in allen außergesetzlichen Bereichen zu intensivieren.

Das Hygiene- und das Qualitätsmanagement erhält hinsichtlich Vermeidung und Minimierung von Umweltkontaminationen einen höheren Stellenwert, um europäische Gesetze und die Verbrauchererwartungen zu erfüllen.

Ausbeutung und Missbrauch sollen verhindert werden. Deshalb wird der Fokus stärker als bisher auf die arbeitsrechtliche und soziale Situation in den Teegärten gerichtet sein.

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Ein neues Auswahlverfahren für Erzeugerbetriebe wurde eingeführt.

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Künftig können Bioteeproduzenten eine Entwicklungspartnerschaft bei Fairbiotea beantragen und sind einem Auswahlverfahren unterworfen. Es gibt einen Katalog mit einer Reihe von Vorgaben, die Anwärter erfüllen müssen, um als Partnerbetrieb von Fairbiotea akzeptiert zu werden. Die Produzenten müssen einwilligen, dass sie kooperieren, bereit sind, sich weiterzuentwickeln und in ihre Entwicklung zu investieren, indem sie Jahr für Jahr einen Teil des Fairbiotea-Entwicklungsplans umsetzen. Die Partnerbetriebe bestimmen selbst wie schnell ihre Entwicklung voranschreitet. Fairbiotea und die Biokontrollstellen begleiten, überwachen und bewerten den Entwicklungsprozess stetig.

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Entwicklung ist nur möglich, wenn ausreichend Geldmittel vorhanden sind. Auf der Basis wettbewerbsfähiger Preise garantiert Fairbiotea langfristig bestimmte Abnahmemengen, die den Entwicklungspartnern regelmäßige Einnahmen und somit Planungssicherheit verschaffen.

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Die bisherigen Fairbiotea-Mitglieder bleiben Teil des Fairbiotea-Systems und müssen sich nicht neu bewerben.

Die Initiative unterstützt die Bioteeproduzenten und ihre Mitarbeiter mit Berichten über die realen Arbeits- und Lebensbedingungen. Die Situation in den Teegärten wird transparent gemacht und dadurch das Bewusstsein der Verbraucher und der Absatz nachhaltig angebauter Teesorten gefördert.

Eine Mitgliedschaft bei Fairbiotea bedeutet eine ständige partnerschaftliche Weiterentwicklung, gegenseitiges Verantwortungsbewusstsein, Unterstützung und Gewissenhaftigkeit sowie eine Zusammenarbeit aller Parteien auf Augenhöhe.

Fairer Handel kann nur entstehen, wenn er durch die Handelspartner selbst gelebt wird. Dazu gehört ein partnerschaftliches Verhalten von Erzeuger und Händler, ein stetiger Austausch über die Entwicklung und für beide Seiten faire, wohlwollende Vertragsabschlüsse.

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Von den Handelsunternehmen im In- und Ausland fordert Fairbiotea die Bereitschaft, mehr wirtschaftliche und soziale Verantwortung für landwirtschaftliche Erzeuger in Entwicklungsländern zu übernehmen.